25 September 2013

Pojagi

Was neues auzuprobieren ist immer eine Herausforderung und es lenkt auch von den alltäglichen Wirren ab... Ich habe mich zum ersten Mal an Pojagi probiert, stand schon lange auf meiner To-Do-Liste. Erste Eindrücke davon bekam ich, als sich die Berlin Modern Quilt Guilde damit auseinander gesetzt hat und Aylin später einen tollen Bericht in ihrem Blog darüber schrieb. Mittlerweile habe ich mir zwei wunderschöne Bücher darüber zugelegt und auf Pinterest eine Pinwand eingerichtet - da könnte ich stundenlang drin rumstöbern....


Pojagi ist eine jahrhundertealte koreanische Technik zum Zusammenfügen von Stoffen, die ein bisschen der Arbeiten mit Kappnähten (siehe Herrenhemden, z.B. Armausschnitt) ähnelt. Es entstehen geschlossene Näht, d.h. man sieht keine offenen Schnittkannten und man kann es somit von beiden Seiten verwenden. Die ursprünglichen "Tücher" waren ca. 35 x 35 cm groß, bestehend aus drei unterschiedlich gestalteten Flächen (farblich oder nahtführungstechnisch), weil die Glückszahl der Koreaner die 3 ist. Diese Tücher wurden zum Einhüllen von Büchern, wertvollen Gegenständen oder Geschenken verwendet. Heute finden diese hauchzarten und schön strukturierten Flächen Einzug als dekorative Fensterelemente, Paravents oder Wandbehänge (wobei dann die Nähte nicht so schön zur Geltung kommen...).
Meine Eltern haben einen japanischen Garten und so passt dieses kleine Tuch ganz toll ins Bild. Als ich es Ihnen heute morgen präsentierte, war die Freude entsprechend groß! Allerdings finden sie es jetzt so toll, das sie gerne größere Flächen hätten... Oh man..... ;-)

Kommentare:

  1. Lieb von Dir, solch ein außergewöhnliches Patchwork-Präsent an Deine Eltern zu machen!
    Wir hatten vor einigen Jahren einen Kurs in unserem hiesigen Textilmuseum über diese Technik und es war sehr beeindruckend, was man daraus alles zaubern kann- vom Wintergartenvorhang über Sonnensegel, Duschvorhänge!!!, etc. , um nur einige ungewöhnliche Möglichkeiten aufzuzählen:)
    Was haben wir es doch gut, solch zauberhafte Dinge ausprobieren zu dürfen??:))
    Sei lieb gegrüßt von Angela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Angela, ja das ist wirklich nicht genug zu würdigen, was wir mit unserer Liebhaberei alles bewerkstelligen können und dürfen! Und dieses Pojagi hat´s mir echt angetan :-) Dir noch einen schönen Tag!

      Löschen
  2. Ah, sehr schön - auch dein Pinterest! Da habe ich auch ein Konto, bin aber viel zu selten da... :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke! Pinterest hat für mich mittlerweile ein Suchtpotential.... Wenn man nach Inspirationen sucht, dann wird man da ganz schnell fündig!

      Löschen
  3. Klingt spannend! Finde Pojagi Tücher auch sehr schön, die Technik scheint auch recht interessant zu sein! Verwendest Du japanische Stoffe für dein Projekt? Bin jetzt schon neugierig! :)
    Liebe Grüße,
    Kinga

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Kinga, ich habe für dieses Tuch Oakshott-Stoffe verwendet. Die sind fast noch zu dicht gewebt und zu "schwer". Das nächste Mal will ich Seide ausprobieren. Die Technik macht echt Spaß, weil es mal was ganz anderes ist!

      Löschen
  4. Ich interessiere mich auch schon seit einiger Zeit für Pojagi und da man im internet nicht so sehr viel über Pojagi findet, würde ich gerne wissen, welche Bücher du gekauft hast. Könntest du mir kurz die Titel nennen? Das würde mich sehr freuen. Und danke für den Hinweis zum Oakshott Stoff, denn ich suche auch Stoffe, die dafür passen. Seide ist nicht so mein Lieblingsstoff, das wäre also keine Option für mich. Aber irgendwo habe ich gelesen, dass man dafür Ramie Stoff verwendet. Den findet man aber nicht so oft und ich müßte es damit einfach mal auszuprobieren. Das Fenster für den Pojagi Vorhang habe ich schon fest im Auge! Erst muß ich allerdings meine To-do Liste abarbeiten (was aber Spaß macht)! Vielen Dank für die Hinweise und deine Anmerkungen!

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Claudia, Ich habe diese Bücher: Pojagi in Daily Life, Yangsook Choi: Discover Pojagi und von der selben Autorin "Pojagi". Wie wäre es mit einem hauchzarten Leinenstoff, so einem, den man auch für Bekleidung verwendet - schön leicht und transparent, aber mit Sprühstärke behandelt gut zu verarbeiten?! Ich hoffe, das wenn du deine To-Do-Liste abgearbeitet hast, mal mit Pojagi deine Erfahrungen machen wirst! Würde mich freuen, von dir zu hören :-)

    AntwortenLöschen
  6. Wie war das? Wie man's macht, ist's verkehrt, macht man's falsch, ist's auch nicht richtig. :) Hihi.

    AntwortenLöschen